Was ist Lasertag und wie funktioniert es? Einfach erklärt
Allgemein
Lasertag kennen die meisten vom Hörensagen: irgendwas mit Westen, Nebel und leuchtenden Geräten. Wer zum ersten Mal eingeladen wird, fragt sich trotzdem, was da eigentlich genau passiert – und ob es wehtut.
Lasertag ist ein Teamspiel, bei dem ihr mit einem Infrarot-Gerät auf die Sensoren der anderen Spieler zielt. Jeder Treffer wird elektronisch gezählt und bringt Punkte. Es fliegt nichts durch die Luft, es gibt keinen Körperkontakt, und es tut nicht weh. Gespielt wird in einer abgedunkelten Halle mit Hindernissen, Licht und Nebel; nach jeder Runde zeigt die Auswertung, wer vorne liegt.
Woher der Name kommt
„Tag“ ist das englische Wort für Fangen – das Spiel, bei dem man den anderen abschlägt. Lasertag ist im Grunde genau das: Fangen auf Distanz, mit einem Lichtsignal statt mit der Hand.
Der „Laser“ im Namen ist dabei eher Show. Das eigentliche Signal ist unsichtbares Infrarotlicht, dieselbe Technik wie bei einer Fernbedienung. Entstanden ist das Spiel in den 1980er-Jahren in den USA.
Wie funktioniert Lasertag?
Die Ausrüstung
Jeder Spieler bekommt zwei Dinge: eine Weste mit Sensoren und ein Spielgerät, das meist Phaser oder Tagger heißt. Die Sensoren sitzen in der Regel vorne, hinten und an den Schultern. Viele Westen leuchten in der Farbe ihres Teams, damit ihr im Halbdunkel erkennt, wer zu wem gehört.
Was bei einem Treffer passiert
Drückt ihr ab, sendet der Phaser einen kurzen Infrarot-Impuls. Trifft er einen Sensor der Gegenseite, registriert das System den Treffer und schreibt ihn euch gut. Bei den meisten Systemen ist man nach einem Treffer für ein paar Sekunden außer Gefecht, die Weste zeigt das an – bei uns in Siegen sind es sechs Sekunden, danach geht es weiter. Ganz ausscheiden muss man in der Regel nicht.
Was am Ende zählt
Gewonnen hat nicht, wer am längsten durchhält, sondern wer die meisten Punkte sammelt. Bei uns treten zwei Teams gegeneinander an und versuchen, möglichst viele Treffer zu erzielen, ohne selbst getroffen zu werden. Nach der Runde seht ihr auf einem Monitor, wie es ausgegangen ist – fürs Team und für jeden Einzelnen.
So läuft ein Lasertag-Spiel ab
Für alle, die zum ersten Mal kommen, der wichtigste Teil – vom Ankommen bis zur Auswertung:
- Einweisung. Vor der ersten Runde erklärt euch die Spielleitung die Ausrüstung, den Ablauf und die Sicherheitsregeln. Vorkenntnisse braucht ihr keine.
- Teams einteilen. Ihr entscheidet selbst, wer mit wem spielt – Kinder gegen Eltern, Abteilung gegen Abteilung, Geburtstagskind gegen Gäste.
- Ausrüstung anlegen. Weste an, Phaser in die Hand. Handys und Wertsachen bleiben draußen.
- Spielen. Eine Runde dauert etwa zwölf Minuten. Das klingt kurz, fühlt sich aber länger an: Ihr seid die ganze Zeit in Bewegung.
- Auswerten. In der Pause schaut ihr euch Ergebnisse und Statistiken an, trinkt etwas und plant die nächste Runde.
Mit Vorbereitung und Auswertung rechnet ihr mit rund 20 Minuten pro Runde. Je nach Paket spielt ihr zwei bis vier Runden.
Mehr als Zielen und Treffen
Der Klassiker ist Team gegen Team: zwei Mannschaften, ein Spielfeld, mehr Treffer gewinnen. Daneben gibt es Spielformen mit anderen Zielen, bei denen Absprache und Timing mehr zählen als schnelle Reflexe. Welche gespielt werden und was zu eurer Gruppe passt, erklärt euch die Spielleitung vor Ort.
Genau deshalb gewinnt beim Lasertag selten der schnellste Schütze. Wer in Deckung bleibt, sich mit dem Team abspricht und die Arena kennt, liegt am Ende vorne. Wie das konkret geht, steht in 5 Tipps, um jedes Lasertag-Spiel zu gewinnen.
Wo gespielt wird: die Arena
Gespielt wird in einer eigens gebauten Halle, der Arena. Sie ist abgedunkelt, vernebelt und voller Ecken: Wände, Durchgänge und Hindernisse in verschiedenen Höhen. Das Halbdunkel ist gewollt – erst dadurch werden Verstecken und Anschleichen möglich.

Bei uns in Siegen sind es 600 Quadratmeter im ersten Stock, mit engen und weitläufigen Bereichen. Fenster und Spiegel lassen die Arena je nach Blickwinkel immer wieder anders aussehen. Die Halle ist im Sommer klimatisiert und im Winter beheizt, gespielt wird also bei jedem Wetter. Mehr Bilder zeigt die Arena-Seite.
Tut Lasertag weh?
Nein. Beim Lasertag fliegt nichts, und niemand berührt euch. Infrarotlicht spürt man nicht, es hinterlässt weder Farbe noch blaue Flecken. Das ist der größte Unterschied zu Paintball, wo Farbkugeln mit Druckluft verschossen werden – mehr dazu in unserem Vergleich von Lasertag und Paintball.
Ein Kontaktsport ist Lasertag also nicht, ein körperliches Spiel aber schon: Ihr lauft, duckt euch und wechselt ständig die Position. Was das für Ausdauer und Körper bringt, erklärt unser Beitrag über Lasertag und Gesundheit.
Ehrlich dazugesagt: Nicht geeignet ist Lasertag bei photosensitiver Epilepsie oder Empfindlichkeit gegenüber flackerndem Licht, bei Herz- und Atemproblemen (insbesondere mit Herzschrittmacher), bei eingeschränkter Beweglichkeit und bei Geräuschempfindlichkeit. Die Ausrüstung wird nach jeder Nutzung gereinigt und desinfiziert.
Ab welchem Alter kann man Lasertag spielen?
Reguläres Lasertag empfehlen wir ab 12 Jahren. Licht, Ton und Spieltempo sind auf Jugendliche und Erwachsene ausgelegt. Für Jüngere gibt es Lasertag4Kids ab 8 Jahren, mit reduzierten Licht- und Soundeffekten und Runden, die zur Kondition der Kinder passen. Alle Grenzen, auch für VR und HADO, stehen in Ab welchem Alter ist Lasertag?
Ansonsten ist Lasertag eines der wenigen Spiele, bei denen Jugendliche, Eltern und Kollegen auf Augenhöhe gegeneinander antreten. Vorerfahrung hat am Anfang kaum jemand.
Was zieht man zum Lasertag an?
Bequeme, sportliche und am besten dunkle Kleidung mit Turnschuhen. Schmuck und scharfkantige Gegenstände legt ihr vorher ab; Tanktops, Flip-Flops, Sandalen und Stiefel sind nicht erlaubt. Ihr werdet ins Schwitzen kommen – ein Shirt zum Wechseln schadet nicht. Alles dazu steht in Was zieht man zum Lasertag an?
Lasertag in Siegen
In der Lasertag Arena Siegen spielt ihr exklusiv: Während eurer Buchung gehört die Arena nur eurer Gruppe, fremde Mitspieler gibt es nicht. Auf dem Feld sind bis zu 15 Spieler gleichzeitig; größere Gruppen bis 32 Personen wechseln sich rundenweise ab.
Wer allein oder zu zweit kommen möchte, ist bei der Lasertag Battle Night richtig. Jeden letzten Donnerstag im Monat spielt ihr dort gemeinsam mit anderen, ab 12 Jahren.
Gebucht wird ausschließlich online, bis 90 Tage im Voraus. Pakete, Preise und freie Termine stehen auf der Lasertag-Seite.
Kurz gefragt
Wie lange dauert eine Runde Lasertag?
Etwa zwölf Minuten reine Spielzeit, mit Vorbereitung und Auswertung rund 20 Minuten.
Braucht man Vorerfahrung?
Nein. Vor der ersten Runde gibt es eine Einweisung in Ausrüstung, Ablauf und Regeln.
Kann man Lasertag auch allein spielen?
Ja, bei der Battle Night am letzten Donnerstag im Monat. Ansonsten bucht ihr als Gruppe.
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